s0883 (2)02

Impressum: Verantwortlich für den Inhalt ist hwiedemanns@gmx.de
Anfragen, Bilderwünsche, Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Beschwerden bitte an die angegebene E-mail Addresse.

Über Kirchen
Der Sinn dieser Seite ist es,  Ihnen das Unvergängliche im Vergänglichen zu zeigen. Damit unterscheidet sich eine Kirche von einem ebenso schönen weltlichen Bauwerk.
Kirchen sind zum einen auch nur Bauwerke, aber sie sind Orte an der Grenze der materiellen Welt zu einer geistigen Welt, die wir auch Gott nennen.
In der Kirche spüren wir die Nähe Gottes als Ruhe , als Kraft oder als Freude, als religiöse Ausstrahlung. Wer eine fremde Kirche ganz unvoreingenommen betritt und sich von ihrer Stimmung gefangen nehmen lässt, der spürt diese Kraft, die uns beglückt und auch verändern kann. Ich habe mich bemüht, die Stimmung im Bild festzuhalten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen bekannten Dom , eine Wallfahrtskirche oder eine unbekannte Vorortskirche handelt. Nur die Ausstrahlung zä
hlt. Und weil jede Kirche ein Gotteslob ist, ist auch jede Einteilung oder Beschreibung nicht als Wertung zu verstehen.

Kirchenkunst
Mit Kirchenkunst bezeichnen wir hier die äußere und innere Gestaltung eines Kirchengebäudes.
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Gestaltung vom Einfachen in der Romanik zum Filigranen in der Gotik, zum prächtig Phantastischem im Barock und wieder zum Einfachen und Nüchternem in der Neuzeit. Die Formensprache war dabei der Tradition verpflichtet und die Motive sind symbolisch und hierarchisch geordnet und festgelegt. Wenn Sie sich also an der Kirchenkunst nicht nur erfreuen wollen, sondern sie auch verstehen wollen, müssen Sie sich mit der Symbolik vertraut machen. Und wenn Sie sich darüber wundern, warum einige Kirchen ganz schlicht gestaltet sind und andere eine Überfülle an Kunstwerken aufweisen, dann hängt das mit der Konfession zusammen. Protestantische Kirchen verzichten weitgehend auf Bilderschmuck , Barockkirchen, die meistens katholisch sind, wagen sogar die Darstellung Gottes als Auge oder Dreieck in Deckenmalereien.
Aber ungeachtet solcher Unterschiede, weist die Kirchenkunst immer über das real Wirkliche hinaus in eine geistige Welt und bringt das zum Ausdruck, was sich mit Worten nicht sagen lässt. 

Sonstiges

Baustil und Religion

So wie die Musik den Geschmack und das Lebensgefühl einer Generation ausdrückt, so drückt die Baukunst die Lebenseinstellung und Sehnsucht der Menschen  aus. Die Baumeister aller Jahrhunderte waren bemüht, ihre Bauwerke nicht nur sicher sicher und langlebig zu bauen, sondern und insbesondere Gottes Lob für alle sichtbar zu verkünden.
Die ältesten Kirchen in Deutschland sind in Karolingischem Baustil nach dem Vorbild des Aachener Domes errichtet (etwa 800 - 900). Hier ein Beispiel aus Ottmarsheim im Elsass, das das damals noch zum Hl. Römischen Reich Deutscher Nation gehörte.
karolingische Kirche (2)
Im Zeitalter der Romanik (1000 - 1300 n.Chr.) war das vorrangige Ziel der Bauwerke Schutz vor Feinden aber auch schon die in Stein gehauene Demut vor Gott. Die Kirchen hatten und haben deshalb dicke Mauern und wirken festungsartig. Hier eine romanische Basilika aus Waren an der Müritz.
romanische Basilika (2)
In der Gotik (1300 - 1500), als das Christentum schon gefestigt war, hieß das erste Ziel, Verherrlichung Gottes bis an die Grenzen der technischen und künstlerischen Möglichkeiten. Die Kathedralen waren und sind deshalb Meisterwerke der Baukunst, die auch heute noch unübertroffen ist. Hier St. Maria aus Stuttgart.
gotische Kathedrale (2)
In der Renaissance (1500- 1600)war es die Abwendung vom mittelalterlichen Standesdenken hin zu einer vernunftbetonten Betrachtungsweise der Welt und der Religion. Als Vorbild galten die antiken Denker. Die Renaissancekirchen wurden noch gewaltiger in ihren Ausmaßen als die gotischen Kathedralen, weil die aufgeklärte Geisteshaltung zeitlich zusammenfiel mit der Eroberung und Missionierung Amerikas. Hier der Passauer Dom.
passauerdom (2)
Im Barock (1700 - 1800)war es die künstlerische Darstellung des Jenseits mit Prunk, Glanz und Illusion, als Gegensatz zu den nüchternen Kirchen der Protestanten. Barockkirchen sind auch heute noch der kulturelle Höhepunkt christlicher Kirchenkunst. Hier die Wallfahrtskirche Weissenregen.
Barockkirche (2)
Im Jugendstil (um 1900)war das Ziel die Humanisierung des Bürgertums in einer sich ungebremst ausbreitenden Industrialisierung mit ihren zweckmäßigen Stahlkonstruktionen. Jugendstilkirchen sind deshalb wieder der Natur nachgebildet, mit Pflanzenornamenten und künstlerisch gestalteten Fassaden. Der Höhepunkt war (ist) die Sagrada Familla in Barcelona. Hier eine einfachere Jugendstilkirche aus Stuttgart.
Jugendstil (2)
All diese Ziele wurden in eine Formensprache umgesetzt, die die Menschen verstanden und auch heute noch verstehen.
Heute herrscht Sprachlosigkeit über die hereinbrechende Technik, die unsere Welt schneller verändert, als wir sie begreifen können. Deshalb fehlt eine einheitliche Kunstrichtung, außer, man erklärt eben diese Vielfalt als Kunstrichtung. Bauwerke werden nicht mehr nur nach ästhetischen Gesichtspunkten oder sogar nach kultureller Tradition geplant und erstellt, sondern auch pragmatisch nach einer Kosten- und Nutzenrechnung. So ähneln sich heutzutage alle Bauwerke und damit auch die Stadtbilder, gleich ob man sich in China, USA oder in Deutschland befindet. Diese “Zweckbauweise” hat fatale Auswirkungen auf die Menschen, die in solchen Bauwerken und fehlgeplanten Stadtteilen leben müssen. Anonymität, soziale Verelendung und Kriminalität sind in modernen Trabantenstädten häufiger, als in den traditionellen “Altstädten” mit gewachsener Struktur. 
Die Kirchen bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont. Hat doch der Sozialstaat die ureigensten Aufgaben der Kirchen selbst übernommen. Krankenpflege, Altersfürsorge, kulturelle Unterhaltung. Was bleibt den Kirchen neben der Verkündigung der ewigen Wahrheiten?  In der Tat suchen die Kirchen nach neuen Aufgaben, sei es in der Mission oder der Eingliederung von Flüchtlingen. Die Anzahl der Kirchenbesucher beweist, dass die Bevölkerung in einer „aufgeklärten Welt“ für die Kirche nur noch einen Nischenplatz bereit hält. Deswegen stehen die modernen Kirchenneubauten auch nicht mehr in der Ortsmitte, sondern man muss sie suchen, weil einige von ihnen auch keinen Kirchturm mehr besitzen. Gleichzeitig hält die Kirche auch dagegen, mit phantasiereichen Kirchenneubauten, die man immer öfters nur bewundern kann. Hier St. Klemens aus Böblingen.
moderne Kirche (2)
Das Kirchengebäude ist also auch ein Spiegel für den „kulturellen Zustand“ einer Gesellschaft.
Deswegen sind die alten Kirchen heute so wichtig. In ihnen spüren wir noch die Kraft einer Idee, die Beseeltheit durch den Glauben an Gott, der uns zu dem macht , was wir heute sind.
Den modernen Kirchen kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu. Sie sollen uns auf moderne Art und Weise daran erinnern, dass es einen Gott gibt, dass wir sterblich sind, und dass wir eine Aufgabe zu erfüllen haben, die man nicht in Euro taxieren kann.
Kirchengebäude sind so nicht nur Versammlungsorte der Gemeinde, sondern auch ein Stück „Denkmal“, das den Menschen mahnt, Gott nicht zu vergessen. Wie dieser neue Baustil aussehen kann, beweisen schon einige Gemeinden mit teils nüchternen, teils phantasiereichen  Formen. In Esslingen stehen einige moderne evangelische Kirchen, die einen Vergleich mit alten Gotteshäusern nicht zu scheuen brauchen.

 

Aphorismen, anstelle von ausführlichen Beiträgen

Hüten wir uns, Kirchengebäude nur nach menschlichen Gesichtspunkten zu beurteilen.

Die Naturwissenschaften beschäftigen sich mit den kleinsten Teilen der Schöpfung und ihrem Verhalten untereinander, den Atomen, die Religion beschäftigt sich mit den größten Teilen, den Menschen, und ihrem Verhalten zueinander. 

Wer die Kirche kritisiert, sollte bedenken, dass es keine Alternative zu ihr gibt.

Ob Zufall oder Schicksal, einerlei, wir bleiben alle in Gottes Hand.

Das Wertvollste bekommen wir geschenkt, die Liebe, das Notwendige bekommen wir geborgt, die Zeit, das Vergängliche müssen wir erarbeiten, das Geld.

Wer die Welt mit der naturwissenschaftlichen Brille betrachtet, sieht nur Atome und leeren Raum dazwischen. Wer die Welt mit dem Herzen betrachtet, sieht Schönheit, Liebe und Gott.

Wer Gott achtet, sieht ihn aus der Ferne, wer Gott liebt, sieht ihn ganz nah.

Der Hochmütige braucht den Einfältigen zur Einsicht.

Wahrheit wird schön, wenn sie mit Liebe gepaart ist.

Jede Kirche, die aus Liebe zu Gott gebaut wurde, ist schön.

Für Heiratswillige: Wer in den Himmel will, darf keinen Fallschirm mitnehmen.

Für Alle: Hänge dein Herz nicht an materielle Dinge.

Für Vorsichtige: Nur was du im Herzen trägst, kann dir niemand wegnehmen.

Wer Gott braucht, der glaubt an ihn.

Wer zu Gott betet, bekommt von ihm eine Antwort.

Kritiker sind oft Menschen, die Zeit finden sich mit den Werken anderer zu beschäftigen, aber  keine Zeit haben selbst etwas zu tun.

Die Geschichte der Kirche ist die Geschichte von Menschen auf der Suche nach Gott.

bw1215rainbow

Weihnachtskrippen

Spontane Meinung einer Kirchgängerin über geöffnete Gotteshäuser in Segnitz am Main

f0393seg2

Die Geburt Jesu, also die Darstellung der Hl. Familie in Bethlehem, ist nicht in allen Kirchen zu finden. Meistens, wird die “Weihnachtskrippe” nur in der Weihnachtszeit aufgebaut. Noch häufiger findet man sie auf Weihnachtsmärkten. Ob künstlerisch “wertvoll”, oder nur Kitsch, soll hier keine Rolle spielen. Dazu einige Beispiele.

w0354 (2)

Eine Darstellung mit den Hl. drei Königen.

w034 (2)
w163 (2)

eine eindrucksvolle Krippe auf einem Weihnachtsmarkt.

eine käufliche Krippe

w0352on
w0355 (2)
w0356 (2)

Der Engel überbringt Maria die frohe Botschaft

w0831 (2)
w0939 (2)
w1034 (2)
w1172 (2)

Josef sucht nach einer Bleibe

w1106 (2)
w0623 (2)02

Die Sammlung wird fortgesetzt!
Wenn Sie Bilder von Weihnachtsmotiven und Weihnachtskrippen haben, dann bitte senden an:
 www.hwiedemanns@gmx.de

w1036 (2)

Testseite